Ferhad Ahma ist Mitglied des Nationalrats der syrischen Opposition und aktiver Grünen-Politiker in Berlin. In der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag wurde er in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen. Seine Partei vermutet den syrischen Geheimdienst hinter dem Überfall.
Zwickauer Terrorzelle: Anwalt fordert Freiheit für Zschäpe
Gegen Beate Zschäpe besteht kein dringender Tatverdacht wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung, kritisiert ihr Anwalt. Dafür gebe es in den Akten keine Anhaltspunkte. Vielmehr werde seine Mandantin "von mehreren Zeugen als unauffällige, sympathische und höfliche Person bezeichnet, die niemals eine extremistische politische Meinung äußerte".
Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende entgegen und die USA stehen unmittelbar davor, zahlungsunfähig zu werden. Der Kongress muss wohl noch vor Silvester die Schuldengrenze anheben, damit wichtige Zahlungen fließen können.
Nichts bewegt sich im koalitionsinternen Konflikt um die Vorratsdatenspeicherung zur Kriminalitätsbekämpfung. Jetzt läuft eine EU-Frist aus - und Brüssel droht Deutschland mit einer Klage.
Bizarres aus Nordkorea: Tiere sollen Trauer tragen
Der Personenkult um Kim Jong Il erreicht nach seinem Tod ungeahnte Dimensionen. Das Fernsehen zeigt nicht nur in Tränen aufgelöste Nordkoreaner, mittlerweile trauern nach offizieller Wahrnehmung auch die Naturgewalten und sogar die Tierwelt um den Diktator. Eulen zollen Kim in einem Bergwerk Respekt, ein weißer Vogel befreit eine Statue von Schnee.
Beobachter erreichen Homs: Tränengas gegen Zehntausende
Zur Ankunft der Beobachter in Syriens Protesthochburg Homs sollten die Waffen schweigen. Soldaten ziehen ihre Panzer ab, dafür strömen zehntausende Menschen auf die Straße. Vorerst kehrt Ruhe ein ? bis die syrische Regierung die friedlichen Demonstranten mit Tränengas auseinandertreibt.
Aussagen zu Asse bleiben Mangelware: Atomkraftgegner fürchten Flutung
Atomkraftgegner geben einer Bergung des Atommülls aus dem maroden Lager Asse bei Wolfenbüttel keine Chance mehr. Sie vermuten, dass die Zeit gegen die Rückholung der Fässer arbeite. Täglich sickern große Mengen Wasser in das Bergwerk ein, so dass am Ende eine Flutung der Anlage statt der Bergung der Fässer bevorzugt werden könnte.
Bank-Aufsichtsrat fordert Klarheit: Jurist rät Wulff zur Selbstanzeige
In der Kreditaffäre um Bundespräsident Wulff fordert ein Mitglied des Aufsichtsrats der BW-Bank eine rasche Aufklärung der ungeklärten Fragen. Die Bank selbst schweigt. Ein Verfassungsrechtler rät Wulff zur Selbstanzeige.
Nawalny hofft auf Wahlgesetzreform: Blogger will Putin herausfordern
Die Oppositionsbewegung in Russland nimmt Fahrt auf. Einer ihrer Wortführer ist der Blogger Nawalny. Er kündigt an, bei Wahlen künftig gegen Ministerpräsident Putin antreten zu wollen. Eine Kandidatur für die Wahl am 4. März ist indes nicht mehr möglich - es sei denn, das Wahlgesetz wird reformiert und der geplante Termin verschoben.
20 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz: Gauck warnt vor Nostalgie-Nebel
Der langjährige Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde, Gauck, fordert, das DDR-Unrecht auch über 2019 hinaus aufzuarbeiten. Zugleich kritisiert Gauck deutlich den derzeitigen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Jahn. Die Ostdeutschen ruft er auf, die Ohnmacht nicht zu vergessen.
Öffentliche Schulden wie nie: Deutschland tief in der Kreide
2.275.000.000.000 Euro - das ist der aktuelle Schuldenstand für Deutschlands öffentlichen Haushalte. Die höchsten Schulden hat der Bund. Nicht eingerechnet sind die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der gesetzlichen Sozialversicherung.
Joachim Gauck und die Stasi-Akten: "Menschen sind bereit zur Vergebung"
Vor 20 Jahren regelt ein Gesetz den Umgang mit den Stasi-Akten. Der erste Sonderbeauftragte Gauck spricht mit n-tv.de über Pläne, die Akten zu vernichten und die Verklärung der DDR. Er verteidigt zugleich die Beschäftigung ehemaliger Stasi-Mitarbeiter. "Im Interesse der Opfer brauchten wir die Zusammenarbeit mit Spezialisten", sagt er.
FDP kritisiert Union: Döring warnt vor Dauerkonflikt
FDP-Generalsekretär Döring wirft der Union vor, sich "stark sozialdemokratisiert" zu haben. Die Zusammenarbeit mit dem Koalitionspartner verlaufe schwerer als erwartet. Für einen gemeinsamen Erfolg müssten die Regierungsparteien inhaltlich aufeinander zugehen.
Nun auch mit wichtigem Parteiamt: Kim Jong Un festigt Macht
In Nordkorea scheint der Kim-Clan zusammenzuhalten, wenn es um den Machterhalt geht. Der künftige starke Mann Kim Jong Un sichert sich ein Spitzenamt nach dem anderen. Sein Onkel Jang Song Thaek zeigt sich an Kims-Seite. Sein älterer Bruder Kim Jong Nam befindet sich nach südkoreanischen Angaben in Peking und steht "unter chinesischem Schutz".
"Sherlock Holmes" übertroffen: Tom Cruise feiert Erfolg
"Mission Impossible - Phantom Protokoll" mit Tom Cruise in der Hauptrolle schießt am Weihnachtswochenende an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts. Für "Sherlock Holmes - Spiel im Schatten" bleibt nur der Ehrenplatz. Bislang hat "Mission Impossible 4" fast 60 Millionen Dollar eingespielt.
Das Sterben geht weiter: Syriens Armee beschießt Homs
Die Beobachtermission der Arabischen Liga soll helfen, das Blutvergießen in Syrien zu beenden. In der Millionenstadt Homs kommt es erneut zu Kämpfen. Die Armee nimmt Stadtteile unter Beschuss. Dutzende Menschen sterben - ein Beobachter wird angeblich verletzt. Nach UN-Angaben starben in Syrien bislang rund 5000 Menschen.
Syrien: ARD-Team dokumentiert Kämpfe und Not in Homs
Syriens Präsident Assad lässt keine unabhängige Berichterstattung über das gewaltsame Vorgehen gegen Regierungsgegner zu. Doch einem ARD-Team gelang es, unerkannt nach Homs zu kommen und Bilder des Aufstands zu drehen: Sie zeigen eine Stadt im Krieg - mit Todeszonen und hungernden Menschen.
Russland: Putin schließt Überprüfung der Wahlergebnisse aus
Ministerpräsident Putin hat eine Überprüfung oder Wiederholung der von Betrugsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland abgelehnt. Für die Präsidentschaftswahl im März forderte er absolute Transparenz. Unterdessen wurde der als Putin-Vertrauter geltende Surkow zum Vize-Regierungschef ernannt.
FAQ: Gibt es eine weltweit wachsende Christenverfolgung?
Nach den Anschlägen auf christliche Kirchen in Nigeria fliehen viele Christen aus dem von Gewalt erschütterten Norden des Landes in den Süden. Auch im Irak sind Christen auf der Flucht. Korrespondent Ulrich Pick beantwortet Fragen zu den Hintergründen dieser Gewalttaten und zum Thema Christenverfolgung weltweit.
Kritisches Papst-Buch: "Ratzinger hätte nicht Papst werden dürfen"
Offene Kritik am Papst ist selten - gerade in Italien. Doch der angesehene Vatikan-Experten Politi findet in seiner gerade erschienenen Papst-Bilanz klare Worte. Er nennt Benedikt XVI. einen "sanften Spalter", der neue Konflikte schaffe und Antworten schuldig bleibe.
Tausende Israelis protestieren gegen Ultra-Orthodoxe
In der Stadt Beit Schemesch wollen ultra-orthodoxe Juden den anderen Israelis ihren Lebensstil aufzwingen. Das zeigt sich vor allem in der Trennung von Männern und Frauen auf der Straße oder im Bus. Tausende protestierten nun dagegen und forderten den Erhalt von Grundrechten.
Neuwahlen in Griechenland werden auf April verschoben
Ursprünglich sollte in Griechenland Mitte Februar ein neues Parlament gewählt werden. Doch nun einigte sich die Koalition von Ministerpräsident Papademos darauf, den Wahltermin auf Ende April zu verschieben. Das verschafft der Übergangsregierung mehr Zeit, um die Reformen zur Haushaltssanierung umzusetzen.
Millionen Menschen leiden im Osten Afrikas unter einem dramatischen Mangel an Nahrungsmitteln. Allein in Kenia, Somalia und Äthiopien sind mehr als 300.000 Kinder extrem unterernährt. Knappe Lebensmittel und hohe Preise prägen inzwischen den Alltag in den betroffenen Ländern.
Merkwürdige Konstruktionen - ähnlich Eiern aus Stahl und Glas - zieren seit einigen Wochen die Pariser Innenstadt. Was aussieht wie ein futuristisches Toilettenhäuschen, ist in Wirklichkeit ein Autoverleih - voll automatisch, erschwinglich und zumindest in der Theorie ganz unkompliziert.
Der Pop-Art-Künstler James Rizzi ist tot. Der US-Amerikaner starb im Alter von 61 Jahren in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag in New York, teilte Rizzis deutscher Verlag mit. Rizzi wurde durch seine bunten, kindlich-naiv wirkenden Bilder berühmt. Er wird auch als Erfinder der modernen 3D-Grafik bezeichnet.
Äthiopien: Schwedische Journalisten zu Haftstrafen verurteilt
Zwei schwedische Journalisten sind in Äthiopien zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Ihnen wird vorgeworfen, die separatistische "Ogaden National Liberation Front" unterstützt zu haben sowie illegal eingereist zu sein. Die schwedische Regierung forderte die Freilassung.
US-Gericht macht Iran für 11. September 2001 mitverantwortlich
Ein US-Gericht hat den Iran mitverantwortlich für die Anschläge vom 11. September 2001 gemacht. Der zuständige Richter kommt auf Grundlage angeblich neuer Beweise zu dem Schluss, dass Teheran die Attentäter direkt unterstützt habe. Der Iran sprach in einer ersten Reaktion von "haltlosen" Anschuldigungen.
Afghanistans neue Eisenbahnstrecke hat ihren ersten Belastungstest bestanden: Gemächlich verließ eine Lok Masar-i-Sharif. Mit Hilfe der neuen Route soll die Wirtschaft angekurbelt werden - sie könnte aber auch für den geplanten Abzug der internationalen Truppen eine Rolle spielen.
"Anonymous" meldet Hackerangriff auf US-Sicherheitsfirma
Hacker der Online-Aktivistengruppe "Anonymous" haben offenbar eine große Zahl an E-Mail- und Kreditkartendaten der US-Sicherheitsfirma Stratfor gestohlen. Und nicht nur das: Mithilfe der Daten seien von Kundenkonten eine Million Dollar abgebucht und gespendet worden, teilten die Hacker mit.
Suche nach vermisstem Mädchen auf Rügen eingestellt
Die Suche nach dem seit gestern vermissten Mädchen auf Rügen ist vorerst abgebrochen worden. Ein weiterer Einsatz des Rettungsteams sei wegen des stürmischen Wetters zu gefährlich, hieß es. Die Zehnjährige war gestern beim Abbruch eines Kreidefelsens in die Tiefe gerissen worden.
FDP-Generalsekretär warnt vor Dauerkonflikt in der Koalition
Patrick Döring hat sich erstmals in seiner neuen Rolle als FDP-Generalsekretär zu Wort gemeldet. Dabei warnte er vor einem Dauerkonflikt in der schwarz-gelben Koalition. Die Zusammenarbeit sei schwerer als anfangs gedacht. Er forderte deshalb eine bessere Kommunikation im Regierungsbündnis.
Die deutsche Wirtschaft hat zwar ein extrem erfolgreiches Jahr hinter sich - aber die Euro-Zone steckt in ihrer tiefsten Krise. Über den Ausweg sind sich vor allem Deutschland und die Angelsachsen uneins.
Die Preise fallen und fallen - jetzt will China den Export Seltener Erden drastisch beschränken. Grund für die Flaute: Bis zum Sommer waren die Preise noch massiv gestiegen und viele westliche Firmen hatten sich nach Alternativen umgesehen. Die Metalle werden für viele High-Tech-Geräte benötigt.
Der Versandhausgründer Werner Otto ist tot. Er starb bereits vergangene Woche im Alter von 102 Jahren. Otto war einer der großen deutschen Unternehmer der Nachkriegszeit. Er gründete sein Unternehmen im Jahr 1949 - und machte aus ihm eine der größten Versandhandelsfirmen der Welt.
Die Schulden der öffentlichen Haushalte lagen im 3. Quartal 2011 rund zehn Milliarden Euro höher als im 2. Quartal dieses Jahres. Das entspricht einer Steigerung von 0,5 Prozent. Am höchsten verschuldet ist der Bund mit knapp 1,3 Billionen Euro, gefolgt von den Ländern und den Gemeinden.
Airbus-Chef rechnet für 2012 mit deutlich weniger Aufträgen
2011 war für Airbus ein Rekordjahr. Doch diese Entwicklung wird sich im kommenden Jahr nicht fortsetzen, so die Einschätzung von Unternehmenschef Enders laut "Financial Times Deutschland". Demnach rechnet er lediglich mit etwas mehr als 500 Bestellungen. Das wäre nur ein Drittel der Aufträge von 2011.
Erst jüngst hatten sich die Banken bei der EZB mit fast 500 Milliarden Euro eingedeckt. Jetzt legen sie dort wieder mehr als 400 Milliarden Euro an: Die sogenannte Vorsichtskasse ist also praller denn je gefüllt. Dies gilt als Indikator dafür, dass das Misstrauen der Institute untereinander wächst.
Sechs Wetterpropheten, alles Naturburschen, gehören zu den berühmtesten Meteorologen im Land. Sie arbeiten nicht mit Computerdaten aus Wetterstationen oder Satelliten, sondern mit eigenen Methoden. Sie studieren Tiere, Tannenzapfen und Bergwinde. Und einer von ihnen ist der Ameisen-Wetterprophet.